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Alternative Energiepflanzen helfen Bienen und Bauern – Deutscher Imkerbund beteiligt sich an Aktionswoche Artenvielfalt

Artenvielfalt und Biogas sind kein Widerspruch. Biogasnutzung bietet sogar die große Chance, dass unsere Felder wieder bunter und artenreicher werden und ein Lebensraum für unsere Wildtiere und Insekten geschaffen wird. Genau das will der Fachverband Biogas e.V. in einer gemeinsamen Aktionswoche vom 29. Juni bis 3. Juli deutlich machen. Auch der Deutsche Imkerbund e.V. beteiligt sich an der Aktion.

Aktionswoche Artenvielfalt – passen Biogas und Biodiversität zusammen?

Viele Menschen denken beim Stichwort Biogas wohl direkt an die „Vermaisung“ der Landschaft. Doch es gibt Alternativen. Die ökologisch wertvollste Art der Biomasseproduktion eröffnen dabei mehrjährige Wild- und Kulturpflanzenmischungen. Um darauf aufmerksam zu machen, dass die Biogasproduktion auch Hand in Hand mit dem Schutz der Artenvielfalt gehen kann, hat der Fachverband Biogas vom 29. Juni bis zum 03. Juli 2020 die Aktionswoche Artenvielfalt ausgerufen.

Ministerin Otte-Kinast lobt Wildpflanzen-Projekt: Chance für Artenvielfalt, Grundwasserschutz und Bodenqualität

Anbau von Wildpflanzen für die energetische Nutzung liefert neben einem ökologischen Mehrwert für die Tierwelt auch positive Effekte für die Grundwasserqualität. Zu diesem Schluss kommt ein jüngst abgeschlossenes Forschungsprojekt. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast zeigte sich anhand der Ergebnisse höchst erfreut.

Können Eco-Schemes Wildpflanzen zur Biomasseproduktion fördern?

Die in der kommenden Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) geplanten Eco-Schemes sollen in der 1. Säule verankert und zu 100 % aus EU-Mitteln finanziert werden. Als neues Instrument sollen sie Landwirte dabei unterstützen, neue Praktiken zu entwickeln und ökologisch nachhaltiger zu wirtschaften, unter anderem durch eine „Anreizkomponente“.

Wildpflanzen zur Biogasproduktion helfen Wildbienen

Konventionelle Landwirtschaft kann in kürzester Zeit zur Artenvielfalt beitragen, das zeigen Ergebnisse des „Wildpflanzenprojektes Rhön-Grabfeld“. Vergangenes Jahr wurde überprüft, ob und wie die Blühflächen von der Tierwelt angenommen werden. Was gefunden wurde, „hat alle umgehauen“, so Projektleiterin Michaela Stäblein.

Rebhuhn, wo bist du? Dramatischer Rückgang heimischer Feldvögel

Um viele Vogelarten, wie etwa das Rebhuhn, steht es in Deutschland sehr schlecht. Das ist die Quintessenz der vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) nun vorgelegten Studie. So sind zwischen 1992 und 2016 im Offenland und Wald je fast zwei Millionen Reviere bzw. Brutpaare verloren gegangen, im Siedlungsbereich etwa 2,5 Millionen.

Bunte Biomasse – Anbausystem mit Zukunft

Das Kooperationsprojekt „Bunte Biomasse – Ressource für Artenschutz und Landwirtschaft“ der Veolia Stiftung, des Deutschen Jagdverbandes e. V. und der Deutschen Wildtier Stiftung zieht eine überaus positive Bilanz des ersten Projektjahres. Deutschlandweit konnten 2019 mehr als 120 Hektar mehrjährige Wildpflanzenmischungen zur Biomassenutzung neu etabliert werden.