Der Rainfarn

wissenschaftlicher Name: Tanacetum vulgare, Syn.: Chrysanthemum vulga       

Familie: Asteraceae (Korbblütler)

Blütezeit: Juli bis September

Verbreitung und Vorkommen: Europa, Nordasien, in Mitteleuropa häufig; Wegränder, Ödland, Ruderalstandorte

Beschreibung: Der Rainfarn (Tanacetum vulgare) ist eine aufrecht wachsende, mehrjährige Pflanze und häufig in der Agrarlandschaft zu finden. Er besitzt einen dicht und wechselständig beblätterten Stengel; Blätter einfach bis doppelt fiederspältig. Die Röhrenblüten zeigen eine goldgelbe Färbung und sitzen in einer dichten Schirmrispe.

Besonderheiten:

Der Rainfarn enthält thujonhaltiges ätherisches Öl. Thujon besitzt neurotoxische Eigenschaften, daher gilt der Rainfarn als leicht giftig. Die oberirdischen Pflanzenteile können zur Herstellung eines Suds verwendet werden und in dieser Form beispielsweise zur Bekämpfung von Pflanzenschädlingen wie Blattläusen genutzt werden. Als Mulch im Beet ausgebracht soll der Rainfarn Schnecken fernhalten. Im Volksmund wird der Rainnfarn auch als Wurmkraut bezeichnet, da er in früheren Zeiten für Wurmkuren Verwendung fand.

Gleichzeitig ist der Rainfarn ökologisch betrachtet sehr wertvoll: er bietet rund 80 verschiedenen Insektenarten Nahrung und Lebensraum. 24 von diesen Arten sind auf ihn spezialisiert. Der Rainfarn bietet also einer reichen Insektenfauna, etwa Schmetterlingen und Käfern, Nahrung und Entwicklungsorte für die Fortpflanzung.

In mehrjährigen Wildpflanzenbeständen für die Biomasseproduktion spielt der Rainfarn ebenfalls eine tragende Rolle. Denn der Rainfarn, der Wuchshöhen von bis zu 1,60 m erreichen kann, ist einer der Hauptertragsbildner in den artenreichen Saatmischungen aus Wild- und Kulturpflanzen.

Weitere Steckbriefe folgen in Kürze…