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Archiv für die Kategorie: Allgemein

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Wildpflanzen als Substrat Biogasanlagen

Neue Broschüre: Wildpflanzen als Substrat für Biogasanlagen

11. Oktober 2018/in Allgemein/von Andreas Kinser

Zwischen Münsterland und Ruhrgebiet beweisen Landwirte seit zehn Jahren, dass mehrjährige Wildpflanzen wie Beifuß, Lichtnelke, Malve und Eibisch in Ergänzung zum Mais ertragreiche Biogaslieferanten sein können. Über das Projekt „Blühende Bioenergie in Dorsten“ hat die EnergieAgentur.NRW nun eine Broschüre zu „Wildpflanzen als Substrat für Biogasanlagen“ veröffentlicht. Darin werden Initiative, Umsetzung und ökonomische Ergebnisse von Wildpflanzen als Substrat für Biogasanlagen beschrieben.

Die Idee, Wildpflanzen als Substrat für Biogasanlagen in der Region auszubauen, entstand 2008 bei der in Dorsten ansässigen ODAS GmbH. Das Projekt „Blühende Bioenergie Dorsten“ wurde vom ODAS-Geschäftsführer Steffen Schirmacher-Rohleder ins Leben gerufen und seitdem erfolgreich ausgebaut. Das Prinzip dahinter ist so einfach wie ansprechend: Landwirte setzen auf Wildpflanzen und liefern diese an eine benachbarte Biogasanlage. Die im Vergleich zu Getreide oder Mais niedrigeren Erträge bei der Ernte und Biogasproduktion werden wettgewettgemacht durch ein reduziertes Ernteausfallrisiko, geringeren Arbeitsaufwand und insgesamt niedrige Produktionskosten. Die blühenden Wildpflanzenfelder bieten zudem Lebensräume für Insekten und Wildtiere. So verhelfen sie der Energieerzeugung aus Biogas zu einem positiven Image und zu einer Steigerung der gesellschaftlichen Akzeptanz.

Download

Wildpflanzen als Substrat für Biogasanlagen – Blühende Bioenergie Dorsten (2018); Broschüre der EnergieAgentur.NRW (Hrsg.), 6 S.

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2018/10/Beitragsbild_Wildpflanzen-Substrat-Biogasanlagen.jpg 519 788 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2018-10-11 14:00:362018-10-11 14:48:50Neue Broschüre: Wildpflanzen als Substrat für Biogasanlagen
Bienenstrom der Stadtwerke Nürtingen

„Bienenstrom“ im ZDF-Mittagsmagazin

7. August 2018/in Allgemein/von Andreas Kinser

Mit „Bienenstrom“ haben die Stadtwerke Nürtingen und das Biosphärengebiet Schwäbische Alb das erste Stromprodukt geschaffen, das Ökostrom und die privatwirtschaftliche Finanzierung von artenreichen Blühflächen kombiniert. Damit werden Lebensräume für Wildtiere und Insekten geschaffen! Mit jeder durch die Stadtwerke Nürtingen verkauften Kilowattstunde Bienenstrom fließt ein Cent in den Anbau von mehrjährigen, ertragreichen Wildpflanzenmischungen, die Maismonokulturen ersetzen sollen. Die am Projekt beteiligten Landwirte erhalten als Honorierung ihrer Leistungen zum Artenschutz einen  jährlichen Blühhilfe-Beitrag und werden so zu Blühpaten. Ende Juli wurde das Projekt „Bienenstrom“ im ZDF-Mittagsmagazin vorgestellt.

Zu dem Filmbeitrag im ZDF-Mittagsmagazin gelangen Sie hier.

 

 

 

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2018/05/Beitagsbild_Bienenstrom_Nürtingen_Wildpflanzen-2.jpg 692 1051 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2018-08-07 14:32:022018-08-07 14:33:18„Bienenstrom“ im ZDF-Mittagsmagazin
Umfrage Energie aus Wildpflanzen

Umfrage zum Anbau von Wildpflanzen zur Biomasseproduktion

30. Juli 2018/in Allgemein/von Andreas Kinser

Wieviel Hektar Wildpflanzen werden deutschlandweit zur Biomasseproduktion angebaut und was motiviert Landwirte und Anlagenbetreiber, die Alternative zum Mais auf den Acker zu bringen? Um diese Fragen zu klären führt das Netzwerk Lebensraum Feldflur und das Projekt GrünSchatz der Uni Münster bis zum 15.  September eine online-Umfrage unter Anlagenbetreibern und Landwirten durch, die ertragreiche Wildpflanzenmischungen zur Biomasseproduktion anbauen. „Mit Hilfe der Umfrage wollen wir die Rahmenbedingungen verstehen, die dazu beitragen können, den Anbau von Wildpflanzen zu einem attraktiven landwirtschaftlichen Modell zu machen,“ sagt Sabine Paltrinieri vom Projekt GrünSchatz und ergänzt „Nicht zuletzt helfen alle, die an der Umfrage teilnehmen, die Feldflur lebendiger und artenreicher werden zu lassen.“

Hier geht es zur online-Umfrage. Die Beantwortung der Fragen dauert nur wenige Minuten.

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2018/07/Beitragsbild_Umfrage_GrünSchatzNLFlur.jpg 567 861 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2018-07-30 15:10:182018-08-01 11:53:29Umfrage zum Anbau von Wildpflanzen zur Biomasseproduktion

Landwirtschaftsministerin besucht Projektfläche zu Biogas aus Wildpflanzen

30. Juli 2018/in Allgemein/von Andreas Kinser

Die Produktion von Biogas aus Wildpflanzen war Ende Juli Grund eines Besuches von Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast im Landkreis Emsland. „Der ökologische Mehrwert wird jedem sofort bewusst, der einmal an einer Fläche mit Wildpflanzen gestanden hat – es summt und brummt überall“, so die Ministerin. In einem ersten Projekt der Landesjägerschaft Niedersachsen wurden die ökologischen und ökonomischen Effekte der Produktion von Biogas aus Wildpflanzen untersucht. Nun steht in dem gemeinsamen Folgeprojekt von Landesjägerschaft, Land Niedersachsen mit dem 3N Kompetenzzentrum die Nährstofffixierung dieser Wildpflanzen im Mittelpunkt: Das Projekt will konkrete Ergebnisse zur Nährstoffdynamik durch den Anbau von mehrjährigen Wildpflanzen liefern. Die Untersuchungen betreffen die Nährstoffgehalte im Boden, im Erntegut und in der Wurzelmasse. Gefördert wird dieses Projekt mit 150.000 € vom Land Niedersachsen.

Ein Video über den Besuch von Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast an einer Projektfläche zu Biogas aus Wildpflanzen finden Sie hier.

„Wildpflanzen sind eine absolute Bereicherung der Artenvielfalt – all unsere bisherigen Forschungsergebnisse bestätigen das“, so Josef Schröer, Stellvertretender Präsident der Landesjägerschaft Niedersachen. „Der Insektenschwund, insbesondere die prekäre Situation der Wildbienen sind derzeit in aller Munde – worauf also warten?“ Wildpflanzenmischungen bieten auch jetzt schon Abhilfe: Durch die lange Blühperiode der verschiedenen Pflanzen ist eine Blütentracht von Frühjahr bis Herbst sichergestellt. Da Wildpflanzen bis auf den Erntemonat ganzjährig Aufwuchs aufweisen, bieten sie zudem den Insekten auch im Winter noch Lebensraum. Entscheidend sei, dass die Politik nun die Rahmenbedingungen für den Anbau schaffe: „Der Anbau von Wildpflanzen zur Energiegewinnung muss zukünftig eine viel stärkere Gewichtung erfahren. Wer es ernst meint mit der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft muss genau hier Anreize schaffen.“

Eine Fördermaßnahme für mehrjährig nutzbare Wildpflanzen ist bisher allerdings in keinem Bundesland vorgesehen. Einer der Hauptgründe ist, dass die nationale Ko-Finanzierung aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) nicht möglich und der Ansatz damit für die meisten Länder nicht finanzierbar ist. Das Netzwerk Lebensraum Feldflur fordert daher, dass die Nutzung des Aufwuchses mehrjähriger Blühflächen im Rahmen der GAK ermöglicht wird.

Die vollständige Pressemitteilung der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) über den Besuch von Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast finden Sie hier.

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2018/07/Beitragsbild_OttKin_Lingen.jpg 738 1121 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2018-07-30 14:37:052018-07-30 14:37:05Landwirtschaftsministerin besucht Projektfläche zu Biogas aus Wildpflanzen
Rebhuhn Wildpflanzen für Biogas

Vorzeigebetrieb für „Energie aus Wildpflanzen“ erhält Förderpreis

9. Juli 2018/in Allgemein/von Andreas Kinser

Der Geflügelhof Schulte aus Ostwestfalen ist mit dem Förderpreis „Wildtierfreundliche Landwirtschaft“ der Stiftung natur+mensch ausgezeichnet worden. Der Hof zeigt beispielhaft, wie die Bestände von Feldvögeln, Niederwild und Insekten gefördert und gleichzeitig eine gewinnorientierte Landwirtschaft betrieben werden können. Ein wichtiges Element für die Kombination von Natur- und Artenschutz und landwirtschaftlicher Produktion ist der Anbau von „Energie aus Wildpflanzen, also mehrjährige, ertragreiche Wildpflanzen zur Biomasseproduktion. Gestiftet wurde der mit 5.000 € dotierte Preis von der Agrarboden GmbH & Co. KG.

Energie aus Wildpflanzen

Der Geflügelhof Schulte bewirtschaftet 200 ha Landwirtschaft und eine 500 KW Biogasanlage, deren Abwärme bei den betrieblichen Abläufen genutzt wird. Neben dem Mais als klassische Energiepflanze baut der Betrieb mittlerweile 17 ha „Energie aus Wildpflanzen“ an. Die mehrjährigen, ertragreichen Mischungen aus über 20 verschiedenen Wildpflanzenarten bieten den Wildtieren im Sommer und Winter Nahrung und Deckung und werten mit ihrer Blütenpracht das Landschaftsbild auf. Das mehrjährige Anbausystem senkt den Bearbeitungsaufwand erheblich und auf chemische Pflanzenschutzmittel kann weitgehend verzichtet werden. Darüber hinaus verbessert die Dauerkultur die Humusbilanz, Bodenerosion wird vermieden und die Nährstoffauswaschung weitgehend minimiert. Somit stellt der Anbau und die Vergärung von Wildpflanzen in der Biogasanlage einen wertvollen Beitrag zur Steigerung der Biodiversität und zum Gewässerschutz auf dem Geflügelhof Schulte dar.

Weitere Lebensraumverbesserungen

Neben „Energie aus Wildpflanzen“ werden in Schultes Revier z.T. im Rahmen von Vertragsnaturschutzprogrammen Blühstreifen mit mehrjährigen und blütenreichen Pflanzenarten angelegt, die Insekten, Feldvögeln und Niederwild Lebensraum bieten. Die Saatsstärke wird dabei bewusst gering gewählt, um dem Wild möglichst viel Bewegungsraum zu ermöglichen. Alle 2-3 Jahre werden diese Blühstreifen, die jeweils ca. 12 m breit sind, neu angesät, da die Flächen sonst vergrasen würden. Über die Jahre sind durch Schultes Hand so mehr als 35 wildtierfreundliche Maßnahmen emtstanden. Auf den Anbau von Ganzpflanzensilage, wie zum Beispiel Schnittroggen im Frühjahr oder als Zweitfrucht im Sommer, wird verzichtet, um die Wildtiere in ihren Brut- und Setzzeiten nicht zu gefährden.

Die Jagd

Richard Schulte ist langjähriger passionierter Jäger, Jagdschütze und auch Jagdpächter. Mit viel Engagement und Leidenschaft betreut er ein Revier von über 800 ha und widmet sich dabei neben der wildtierfreundlichen Lebensraumgestaltung besonders der Prädatorenbejagung. Ein flächendeckend über das ganze Revier verteiltes Netz von Lebendfangfallen reduziert die Bestände von Fuchs, Marder und Waschbär. Die gleichzeitige Bejagung von Rabenkrähe und Elster komplettieren die jagdlichen Maßnahmen zum Schutz des Niederwildes.Diese Arbeit zahlt sich aus! 2017 wurden im Revier 60 Kiebitz-Brutpaare gezählt. Und eine Feldhasenzählung in den Revieren Delbrück im Herbst 2017 ergab die stattliche Anzahl von 741 Feldhasen… .

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2015/07/Beitragsbild_Rebhuhn_Rolfes_DJV.jpg 654 993 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2018-07-09 17:11:372018-07-09 17:15:54Vorzeigebetrieb für „Energie aus Wildpflanzen“ erhält Förderpreis
Wildpflanzen Biomasse Energie

Biogas aus Wildpflanzen macht Landwirte zu Natur- und Artenschützern

6. Juli 2018/in Allgemein/von Andreas Kinser

(noz.de vom 30.6.18) Auf einer rund fünf Hektar großen Ackerfläche des Landwirts Josef Schröer aus Lingen-Mundersum blüht es farbenfroh und es summt lebendig: Die mehrjährigen Stauden aus einer regionalen Saatmischung locken Bienen, Schmetterlinge und Insekten an und bieten Feldlerchen, Rebhühnern und anderen Feldvögeln und Niederwild Deckung und Nahrung. Ganz nebenbei wird auf dem Feld auch Biomasse zur Stromerzeugung produziert: Biogas aus Wildpflanzen! Diesen Spagat schafft das Projekt „Energie aus Wildpflanzen“, das die Jägerschaft Lingen im Emsland in enger Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem „Netzwerk Lebensraum Flur“ umsetzt. Die Naturschutzstiftung Emsland nutzte jetzt die Möglichkeit, sich bei einer Feldbegehung über das System „Biogas aus Wildpflanzen“ von Landwirt Josef Schröer, der auch stellvertretender Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen ist, in der Praxis zu informieren.

Etwa Ende Juli wird die landwirtschaftlich genutzte und auch gedüngte Fläche abgeerntet und die Wildpflanzen werden für die Biogaserzeugung einsiliert. Ein dann folgender zweiter immergüner Aufwuchs ermöglicht den Wildtieren auch im Winter eine Rückzugs- und Äsungsfläche. So gelingt es den Akteuren des Projekts „Energie aus Wildpflanzen“, für Landwirte als Anbauer einer reichlich blühenden ökologischen Vielfalt auch einen ökonomischen Beitrag zu leisten. Josef Schröer erläuterte, dass im Rahmen des Projekts derzeit außerdem untersucht wird, ob die Wildpflanzenmischung auch einen positiven Effekt auf den Gewässerschutz hat. Am 20. Juli erwarte man in Lingen-Mundersum zudem die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast, der man anhand der bisherigen Projektergebnisse die Erfolge von Biogas aus Wildpflanzen für den Arten-, Natur- und Umweltschutz darlegen möchte.

Den vollständigen Artikel auf noz.de finden Sie hier.

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2017/07/Beitragsbild_SchroerHoegemann_NeueOZ_HKrüssel.jpg 447 679 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2018-07-06 12:00:232018-07-06 12:00:23Biogas aus Wildpflanzen macht Landwirte zu Natur- und Artenschützern
Energie aus Wildpflanzen

Referenzflächenatlas für alternative Energiepflanzen

30. Mai 2018/in Allgemein/von Andreas Kinser

Der Fachverband Biogas e.V. hat seine Internetseite www.farbe-ins-feld.de aktualisiert. Darauf werden verschiedene alternative Energiepflanzen, die sich neben Mais zum Einsatz in Biogasanlagen eignen, vorgestellt. Eine ökologisch besonders wertvolle Alternative sind ertragreiche Wildpflanzenmischungen. „In Biogasanlagen können fast alle Pflanzen vergoren werden, die bei uns wachsen. Dieses Potenzial sollten wir nutzen, um unsere Felder bunter und artenreicher zu machen“, sagt Dr. Stefan Rauh, Geschäftsführer im Fachverband Biogas. Bereits vor acht Jahren hat der Verband das Projekt „Farbe ins Feld“ ins Leben gerufen, um die Betreiber von Biogasanlagen dabei zu unterstützen, alternative Energiepflanzen anzubauen.

In der Regel ist der Gasertrag alternativer Energiepflanzen geringer als beim Mais – dafür freuen sich nicht nur Spaziergänger, sondern auch Insekten und Imker über die bunten Felder. Gleichzeitig leisten viele dieser Pflanzen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Bodenstruktur, zur Stickstoffbindung und damit zum Schutz der Gewässer. „Biogas kann viel zur Artenvielfalt und damit auch zum Schutz unserer heimischen Wildtiere und Insekten beitragen“, betont Rauh. „Über entsprechende Regelungen in der Agrarpolitik könnten Landwirte noch gezielter unterstützt werden zum Wohle der Umwelt.“

Ein erster Schritt war die Änderung der Greening-Vorgaben zu Beginn dieses Jahres, laut der die Durchwachsene Silphie als Greening-Kultur anerkannt ist. Damit darf sie auf den von der EU geforderten ökologischen Vorrangflächen angebaut und zum Ende der Vegetationsperiode geerntet und in der Biogasanlage vergoren werden. „Über entsprechende Anpassungen der Agrarpolitik könnten die monetären Einbußen der Landwirte durch den Anbau von Blühpflanzen ausgeglichen und deren Anbau damit weiter vorangebracht werden. Derartige Regelungen ließen sich sowohl auf europäischer, auf nationaler als auch auf Bundesländer-Ebene umsetzen“, unterstreicht Rauh.

Neu auf der Internetseite www.farbe-ins-feld.de ist der Referenzflächen-Atlas: Für viele Landesteile Deutschlands stehen darin Anlagenbetreiber, die sich bereit erklären, interessierten Besuchern ihre alternativen Energiepflanzen und ihre Erfahrungen bei deren Anbau vorzustellen . Der Atlas soll sowohl Landwirte bei ihrer Entscheidung für alternative Energiepflanzen unterstützen als auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Vorteile von Biogasanlagen verdeutlichen. Wer an einer Besichtigung interessiert ist, wendet sich direkt an den Landwirt. Die Kontaktdaten zu den jeweiligen Ansprechpartner sind im Atlas zu finden.

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2018/05/Beitragsbild_Farbe-ins-Feld.jpg 227 345 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2018-05-30 11:43:262018-05-30 11:43:26Referenzflächenatlas für alternative Energiepflanzen
Ausgleichsmaßnahme Blühfläche

Wildpflanzen: Ökologisch sinnvoll und einfach schön

30. Mai 2018/in Allgemein/von Andreas Kinser

(Spökenkieker.de vom 29.5.2018) Was kann vor Ort gegen das Artensterben getan werden, ohne dass Landwirte wirtschaftliche Einbußen befürchten müssen? Zu diesen Fragen hat sich die Fraktion der BÜNDNIS 90 / Die GRÜNEN im Kreistag Warendorf informiert. In dem Projekt „Grünschatz“ wird derzeit die Energiegewinnung aus ertragreichen Wildpflanzen untersucht. Sabine Paltrinieri vom Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster stellte das Gemeinschaftsprojekt vor.

Im Westmünsterland werden seit 2015 alternative Wege zur Gewinnung von Biomasse für Biogasanlagen untersucht. Durch den Anbau von ertragreichen Wildpflanzen soll die biologische Vielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen erhöht werden. Das bezieht sich sowohl auf die Flora als auch auf die Fauna. Die Wildpflanzenkulturen sind mehrjährig und ihr Aufwuchs wird einmal im Jahr geerntet. Die Mischungen erreichen eine Nutzungsdauer von etwa fünf bis sieben Jahren. Da die Wildpflanzen in der Lage sind, hohe Nährstoffmengen aufzunehmen eignet sich das Anbauverfahren besonders für die Aufnahme von Gülle. Die bisherigen Untersuchungen zeigen, dass die ökologische Sinnhaftigkeit und der landschaftsästhetische Vorteil von Wildpflanzenkulturen gegenüber Mais bei Landwirten und Nicht-Landwirten gleichermaßen anerkannt werden. Ganz wichtig ist der Grünen Kreistagsfraktion, dass dieses Anbausystem zukünftig durch Agrarfördermittel unterstützt wird. Derzeit ist dies leider noch nicht der Fall.

Den vollständigen Artikel im „Spökenkieker“ finden Sie hier.

 

 

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2016/08/Beitragsbild_Ausgleichsmaßnahme_Open-Grid-Europe.jpg 1371 2081 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2018-05-30 11:04:152018-05-30 11:04:15Wildpflanzen: Ökologisch sinnvoll und einfach schön
Bienenstrom der Stadtwerke Nürtingen

Echte Ökoinnovation auf dem Strommarkt: Bienenstrom

3. Mai 2018/in Allgemein/von Andreas Kinser

Beziehen auch Sie zu 100 % Ökostrom aus regenerativen Energien? Na klar? Glauben Sie, dass Monokulturen aus Mais oder anderen Energiepflanzen ein toller Lebensraum für Insekten und Feldvögel ist? Naja! Doch Biogas kann beides, regenerativ und vielfältig: mit Energie aus ertragreichen, mehrjährigen Wildpflanzenmischungen. Die Stadtwerke Nürtingen haben jetzt gemeinsam mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb das Projekt „Bienenstrom“ gestartet. Bienenstrom ist das erste Stromprodukt, das Ökostrom und die privatwirtschaftliche Finanzierung von artenreichen Blühflächen kombiniert. Damit werden Lebensräume für Wildtiere und Insekten geschaffen! Mit jeder durch die Stadtwerke Nürtingen verkauften Kilowattstunde Bienenstrom fließt ein Cent in den Anbau von mehrjährigen, ertragreichen Wildpflanzenmischungen, die Maismonokulturen ersetzen sollen. Die am Projekt beteiligten Landwirte erhalten als Honorierung ihrer Leistungen zum Artenschutz einen  jährlichen Blühhilfe-Beitrag und werden so zu Blühpaten. Bei einem 3-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 3.600 kWh entspricht das einer Fläche von ca. 500 m², die die Blühpaten in wertvollen Lebensräume für Feldvögel und Insekten verwandeln. Somit haben Verbraucherinnen und Verbraucher durch den Bezug des Bienenstroms die Möglichkeit, einen Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt zu leisten.

Hinter Bienenstrom stehen zwei erfahrene Akteure: Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist seit 2009 als UNESCO-Biosphärenreservat ausgezeichnet, um Kultur- und Naturlandschaften langfristig zu erhalten und zu schützen.Die Stadtwerke Nürtingen GmbH bringt ihre jahrelange Erfahrung im Vertrieb von Ökostromprodukten und ihr Engagement im Bereich regionaler Verantwortung ein. Gemeinsam geben sie eine starke Antwort auf das Insektensterben in Deutschland.

Der Verkauf von Bienenstrom wird über die Internetseite www.bienenstrom.de organisiert.

 

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2018/05/Beitagsbild_Bienenstrom_Nürtingen_Wildpflanzen-2.jpg 692 1051 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2018-05-03 09:05:202018-05-03 10:43:05Echte Ökoinnovation auf dem Strommarkt: Bienenstrom
Stickstofffixierung durch Wildpflanzen - Gewässerschutz

Neues Projekt untersucht Stickstofffixierung von Wildpflanzen

24. April 2018/in Allgemein/von Andreas Kinser

Wildtiere finden in der Kulturlandschaft kaum Schutz, Wild- und Honigbienen zu wenig Nahrung und viele Wasserverbände schlagen aufgrund der hohen Nitratbelastung des Trinkwassers Alarm. Die Landesjägerschaft Niedersachsen, Projektpartner im Netzwerk Lebensraum Feldflur, setzt mit ihrem neuen Projekt „Monitoring zur Nährstofffixierung durch mehrjährige Wildpflanzen“ ihr Engagement in Sachen Biomasseproduktion aus Wildpflanzen fort. Nach dem Projekt „Energie aus Wildpflanzen“, bei dem nach dem Vorbild des gleichnamigen Projektes des Netzwerks Lebensraum Feldflur der Anbau mehrjähriger, ertragreicher Wildpflanzenmischungen für die Biomasseproduktion getestet wurde, geht es nun um das Potential mehrjähriger Wildpflanzenbestände zur Stickstofffixierung im Boden. Das Projekt kombiniert den integrativen Gewässerschutz mit den Zielen des Landschafts- und Naturschutzes sowie einer ertragreichen Landwirtschaft. Bereits heute werden auf 25 Hektar Fläche an fünf Standorten in Niedersachsen Untersuchungen der Nährstoffgehalte in Boden, Erntegut und Wurzelmasse betrieben. In diesem Jahr kommen weitere 30 Hektar dazu.

Für eine erfolgreiche Etablierung der mehrjährigen Mischungen ist die Flächenvorbereitung vor der Aussaat entscheidend. Ideal ist ein unkrautfreier Stoppelacker aus Getreide- oder GPS-Vorkultur. Die mehrjährige Biogasmischung BG 90 der Firma Saaten Zeller mit über 20 Wild- und Kulturpflanzen sowie Stauden wird mit ca. 10 kg/ ha direkt auf der Oberfläche angesät. Eine gute Bestandsentwicklung der Lichtkeimer wird durch anschließendes Walzen erreicht. Die Mischung, in der ab dem zweiten Standjahr ausdauernde Stauden wie Eibisch, Beifuß, Rainfarn und Flockenblume dominieren, benötigt für einen hohen Biomasseertrag im ersten Standjahr 50 kg Gesamtstickstoff pro Hektar und in den Folgejahren bis zu 150 kg. Bei vergleichsweise geringen Investitions- und Pflegekosten werden bei der Ernte Ende Juli/ Anfang August ab dem zweiten Standjahr über 14 Tonnen Trockenmasse je Hektar geerntet. Der Methanertrag der Biomasse liegt bei 60-80 % im Vergleich zur Mais-Biomasse.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt in Niedersachsen untersucht nun die Nährstoffgehalte im Boden, im Erntegut und in der Wurzelmasse der Wildpflanzenbestände. Damit geht es auch um ein Instrument für den integrativen Gewässerschutz durch Wildpflanzenkulturen in Biogasfruchtfolgen. Die Referenzflächen für das Nährstoffmonitoring befinden sich im Raum Lingen, Syke und im Ammerland. Neben neu etablierten Flächen beziehen die Untersuchungen außerdem drei vierjährige Altbestände mit ein.

Stickstofffixierung Wildpflanzen

Erste Ergebnisse aus anderen Projekten weisen auf das hohe Potential zur Stickstofffixierung von Wildpflanzenflächen hin. Bereits Vollrath et al. (2016) zeigten in Praxisversuchen, das das Niveau der Nmin-Gehalte im Boden unter Wildpflanzenflächen um rund 70 % niedriger lag als bei der praxisüblich geführten Silomaiskultur im Nachbarversuch. Hinweise auf eine Nitratverlagerung in tieferen Bodenschichten durch Nitratauswaschung waren nicht erkennbar. Hauptgrund für das hohe Maß der Stickstofffixierung sind vermutlich die Ausbildung hoher Wurzelbiomasse der mehrjährigen Wildpflanzen.

 

 

 

 

 

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2018/04/Beitragsbild_Daniel-Mattheus_Stickstofffixierung.jpg 2267 3446 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2018-04-24 11:23:502018-04-26 11:45:33Neues Projekt untersucht Stickstofffixierung von Wildpflanzen
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Aktuelles

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