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Archiv für die Kategorie: Allgemein

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Biogas und Artenvielfalt, das geht auch zusammen! – Aktionswoche Artenvielfalt 2022

15. Juni 2022/in Aktionswoche Artenvielfalt, Allgemein, Bunte Biomasse/von Simon Hein

Biogas und Artenvielfalt, das geht auch zusammen!
Viele Menschen denken bei Biogas zuerst an große Maisflächen, die die Landschaft bedecken. Die Maismonokulturen bieten keinen Raum für Artenvielfalt auf den Äckern. Ganz anders sieht es aus, wenn man mehrjährige heimische Wild- und Kulturpflanzenmischungen für die Biogaserzeugung anbaut.

Diese Bunte Biomasse lässt sich nicht nur gut in der Biogasanlage verwerten, sondern hilft auch unseren Insekten und Wildtieren und verwandelt die Agrarflächen in bunte Hotspots der Biodiversität. Um genau darauf aufmerksam zu machen, dass die Produktion von Biomasse zur Biogasproduktion auch Hand in Hand mit dem Erhalt der Artenvielfalt in der Feldflur gehen kann, hat der Fachverband Biogas die nunmehr dritte Aktionswoche Artenvielfalt ausgerufen.

 

Über eigene Veranstaltungen und die sozialen Medien können sich Menschen deutschlandweit einbringen (#BlühendesLeben): Gefragt sind hier persönliche Erfahrungen, Aktionen und Bilder zu alternativen Biogaskulturen sowie die Äußerung von Wünschen und Forderungen an die Politik.

Gemeinsam können wir so darauf hinweisen, dass das Spektrum an möglichen Energiepflanzen sehr groß ist – und dass viele dieser Pflanzen einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt und Biodiversität auf den Ackerflächen leisten.

Seit letztem Jahr mit dabei ist auch der dreifache Rodel-Olympiasieger Georg Hackl. Für den Biogas-Botschafter ist der Klima- und Umweltschutz eine Herzensangelegenheit: „Als Wintersportler merkt man ganz massiv die Auswirkungen des Klimawandels. Ich sehe in der Biogasnutzung eine große Chance, dem entgegenzuwirken – ganz besonders, wenn der Anbau der Energiepflanzen auch noch Artenvielfalt und Insektenschutz mit sich bringt.“ Für die Aktionswoche Artenvielfalt produzierte Hackl eine Mini Serie, die die Vorteile der Bunten Biomasse zeigt.

Weitere Informationen zur Aktionswoche Artenvielfalt finden sie hier und in den sozialen Medien unter dem Hashtag #BlühendesLeben

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2021/07/Hackl-Schorsch-ueber-Bunte-Biomasse-scaled-e1626433093483.jpg 780 1170 Simon Hein https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Simon Hein2022-06-15 12:09:432022-06-16 09:25:08Biogas und Artenvielfalt, das geht auch zusammen! – Aktionswoche Artenvielfalt 2022
Wildpflanzenfläche in Lingen im frühen zweiten Standjahr (Foto: J.Högemann)

Mehrjährige Wildpflanzenmischungen – mit Vorsprung durch die erste Jahreshälfte

3. Juni 2022/in Allgemein, Photography/von Simon Hein

Mehrjährige Wildpflanzenmischungen, die zum Beispiel zur Biomasseproduktion angebaut wurden, bieten im Gegensatz zu einjährigen Mischungen bereits seit Wochen einen vielfältigen Blütenflor. Johann Högeman hat einige Impressionen der früh blühenden Flächen eingefangen.

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https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2020/06/Ansaat_2018_Lingen2-scaled.jpg 1707 2560 Simon Hein https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Simon Hein2022-06-03 15:40:362022-06-07 09:57:10Mehrjährige Wildpflanzenmischungen – mit Vorsprung durch die erste Jahreshälfte
Biogas kann Artenschutz

Ökologisch wertvolle Substrate müssen Teil zukünftiger Energieversorgung sein

3. Mai 2022/in Allgemein/von Simon Hein

Der massive Preisanstieg für Energie aus fossilen Quellen wird zum Taktgeber für die Energieversorgung der Zukunft. Davon betroffen ist auch die aktuelle Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Doch der vorliegende Entwurf, das sogenannte „Osterpaket“, vergibt nicht nur die Chancen heimischer Bioenergie für den Natur- und Artenschutz.

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https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2017/01/Beitragsbild_Titel_PRG.jpg 969 1472 Simon Hein https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Simon Hein2022-05-03 09:16:122022-05-03 11:32:25Ökologisch wertvolle Substrate müssen Teil zukünftiger Energieversorgung sein
Joachim Wadsack Wildpflanzen

Das Netzwerk Lebensraum Feldflur trauert um Joachim Wadsack

28. Februar 2022/in Allgemein/von Andreas Kinser

Das Netzwerk Lebensraum Feldflur trauert um seinen Gründer Joachim Wadsack, der am 26. Februar verstorben ist.

Aus der Sorge um unsere Offenlandarten wie Rebhuhn und Feldhase heraus und gemeinsam mit Freunden des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) initiierte Joachim Wadsack im Jahr 2003 das DBU-geförderte Projekt „Lebensraum Brache“. Durch dieses Projekt sollte die damals obligatorische Flächenstilllegung durch die Ansaat von mehrjährigen, blühenden Wild- und Kulturpflanzen für die Wildtiere unserer Feldflur aufgewertet werden. Die Tatsache, dass Blühflächen heute in allen Bundesländern eine selbstverständliche Agrarumweltmaßnahme sind, verdanken wir nicht zuletzt der Hartnäckigkeit, mit der Joachim als Projektleiter „seine“ Themen immer wieder in Politik, Wissenschaft und Praxis platziert hat.

Mit dem Wegfall der obligatorischen Flächenstilllegung im Jahr 2008 wandte sich das nun gegründete Netzwerk Lebensraum Feldflur dem Thema „Energie aus Wildpflanzen“ zu. Das Netzwerk ist seither ein Zusammenschluss aus Akteuren der Land- und Energiewirtschaft, der Jagd und des Naturschutzes, die gemeinsam den Anbau von ertragreichen, mehrjährigen Wildpflanzenmischungen für die Biomasseproduktion in der landwirtschaftlichen Praxis verankern wollen. Wir sind dankbar, dass Joachim den großen Erfolg dieser Initiative in Politik und Praxis noch miterleben durfte.

Joachim Wadsack war über viele Jahre unser Antreiber im besten Sinne des Wortes. Das Netzwerk Lebensraum Feldflur verliert mit ihm nicht nur einen unermüdlichen Streiter für die Lebensräume von Rebhuhn & Co., sondern auch einen klugen und vorausschauenden Netzwerker. Sein stets mit Selbstironie verbundener etwas widerspenstiger Geist, sein Humor und seine Energie werden uns fehlen.

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2015/07/Beitragsbild_JWads_Thon.jpg 570 866 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2022-02-28 21:19:532022-03-07 11:06:05Das Netzwerk Lebensraum Feldflur trauert um Joachim Wadsack
Biogas Wildpflanzen Erträge

Biogas aus Wildpflanzen – gute Erträge 2021

21. Februar 2022/in Allgemein/von Andreas Kinser

Bereits seit 2012 bietet die Firma Saaten Zeller wuchskräftige mehrjährige Wildpflanzenmischungen für die Biogasproduktion an, die seitdem stetig weiterentwickelt wurden. In einem von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) geförderten Projekt zu „Ertrag, Biodiversität, Wasserschutz“ untersucht der Saatguthersteller derzeit auf etwa 50 Hektar Testflächen die Erträge und das Wasserschutzpotential mehrjähriger Wildpflanzenmischungen.

Die Ansaatflächen 2020 brachten auf mittleren bis guten Böden bereits im ersten Jahr Erträge von durchschnittlich etwa 30 t Frischmasse (TS um 28 %) bei einer Ernte Ende Juli/Anfang August. Über leichten Böden (Sand) lagen die Erträge im ersten Jahr zwischen 15 und 25 t Frischmasse. Ansaaten aus 2018 und 2019 brachten auf guten Böden Spitzenerträge von 50 – 55 t Frischmasse pro Hektar. Zur Förderung der Biodiversität wurde auf eine theoretisch mögliche zweite Ernte im Herbst verzichtet.

Zur Beurteilung der Nährstoffauswaschung im Vergleich mit anderen Kulturen wurden die Nmin-Werte nach Ernte und im Herbst ermittelt. Die im Herbst 2021 ermittelten Nmin-Werte lagen unter den Ansaaten 2020 im Mittel bei 15 kg N pro Hektar (11 Flächen). Auch bei einer N-Düngung bis 170 kg pro Hektar wurden Nmin-Werte von 30 kg N pro Hektar nicht überschritten. Unter älteren Beständen liegen die herbstliche Nmin-Werte aufgrund der guten Durchwurzelung noch niedriger.

Die bisher vorliegenden Daten belegen das Potential der mehrjähriger Wildpflanzenmischungen BG 70 und BG 90 im Hinblick auf Ertrag, Biodiversität und Wasserschutz.

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2022/02/Beitragsbild_Bleeker_Pressefoto_Spenge2021_web.jpg 843 1280 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2022-02-21 11:40:162022-02-21 11:49:28Biogas aus Wildpflanzen – gute Erträge 2021

Anbaulandwirte für „Bunte Biomasse“ in Schleswig-Holstein gesucht

21. Februar 2022/in Allgemein, Bunte Biomasse/von Andreas Kinser

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. ist einer der Kofinanzierer im Kooperationsprojekt „Bunte Biomasse“. Ab sofort werden nun Landwirte in Schleswig-Holstein gesucht, die bereit sind, einen kleinen Teil ihrer Maisanbaufläche durch mehrjährige Wildpflanzenkulturen zu ersetzen. Die Betriebe erhalten über das Projekt einen Ausgleich für Deckungsbeitragsverluste und werden kostenlos beim Anbau der Bestände und der Ernte des Aufwuchses beraten. Ein deutliches Plus an Biologischer Vielfalt und einen bedeutenden Imagegewinn für die Landwirtschaft bietet das Projekt zum Nulltarif. Mehr auf www.Bunte-Biomasse.de

Sie haben Fragen zum Projekt oder möchten sich einbringen?

Als Ansprechpartner steht Ihnen bei der Deutschen Wildtier Stiftung Dr. Andreas Kinser zur Verfügung (A.Kinser@DeutscheWildtierStiftung.de / 040 9707869-21)

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2020/07/Echter-Alant-Inula-helenium-Foto-W.Kuhn_.jpg 299 448 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2022-02-21 10:10:402022-02-21 10:14:05Anbaulandwirte für „Bunte Biomasse“ in Schleswig-Holstein gesucht

Auch Bioenergie-Verbände fordern mehr blühende Energiepflanzen

10. Februar 2022/in Allgemein, EEG/von Andreas Kinser

Berlin, 09.02.2022: Das Hauptstadtbüro Bioenergie (HBB) und der Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE) haben gemeinsam Vorschläge für das von der Bundesregierung geplante Klimaschutzsofortprogramm vorgelegt, welches die Bundesregierung noch in diesem Frühling beschließen möchte. Nach Ansicht der Bioenergieverbände sollte dieses Sofortprogramm sowohl Ansätze enthalten, die Deutschland auf den Pfad zur Klimaneutralität bringen, als auch kurzfristig wirksame Maßnahmen, die eine direkte Kurskorrektur zur Erreichung der Klimaschutzziele für das Jahr 2030 bewirken.

Hierfür schlagen HBB und BBE neue Lösungen zur Gewährleistung einer verlässlichen Strom- und Wärmeversorgung vor, welche den dringend erforderlichen massiven Ausbau von fluktuierenden Erneuerbaren unterstützen sowie absichern. Ein Vorschlag der Verbände ist der verstärkte Anbau von Wild- und Blühpflanzen für die Biogaserzeugung. Dadurch können Synergieeffekte zwischen der Erzeugung von klimaneutralem Strom und der Artenvielfalt in der Landwirtschaft geschaffen werden. Korrespondierend zur Biogasförderung im EEG sollten die Rahmenbedingungen für die Nutzung von Wild- und Blühpflanzen als Gärsubstrate verbessert werden. Eine Möglichkeit aus Sicht der Verbände wäre die Einführung einer neuen bundesweiten Agrarumweltmaßnahme für Energie-Blühpflanzen bzw. Wildpflanzenflächen.

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2015/06/Beitragsbild_Blühstreifen_WKuhn.jpg 498 756 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2022-02-10 14:06:262022-05-03 09:21:02Auch Bioenergie-Verbände fordern mehr blühende Energiepflanzen
Blühende Biomasse im Winter

NRW-Ministerin Heinen-Esser besucht Vorzeigeprojekt des Nachhaltigen Westen e.V.

25. Januar 2022/in Allgemein, Bunte Biomasse/von Andreas Kinser

Im Kreis Steinfurt bauen bereits 39 Landwirte auf einer Gesamtfläche von insgesamt 84 Hektar mehrjährige Wildpflanzenkulturen zur Biomasseproduktion an. Am gestrigen Montag besuchte die NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser den Kreis Steinfurt, um sich dort über das vom Nachhaltigen Westen e.V. betreute Projekt zum Anbau mehrjähriger Wildpflanzenkulturen zu informieren. Die Erfolge und Erfahrungen aus dem Kreisprojekt wurden mit der Ministerin diskutiert, um die Vorteile für die Biodiversität und das Landschaftsbild möglichst auch auf Landesebene übertragen zu können.

Ministerin Ursula Heinen-Esser sieht im Anbau von Wildpflanzenmischungen das Potential, Insekten- und Biodiversitätsschutz in die produktive Landnutzung zu integrieren und gab bei ihrem Besuch einen Ausblick in die Zukunft: „Ich setze mich dafür ein, dass der Wildpflanzenanbau zukünftig landesweit gefördert wird und dass es dabei verlässliche Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft gibt. Die Weichen dazu wurden bereits gestellt: Das Land Nordrhein-Westfalen will den Wildpflanzenanbau ab dem Jahr 2023 im Rahmen des etablierten Systems der Agrarumweltmaßnahmen anbieten und speist dies in den nationalen Strategieplan zur Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik ein.“ Im Raum steht derzeit eine Förderkulisse von 4.000 Hektar und eine Förderhöhe von 460 € pro Hektar.

Einen Fernsehbeitrag über den Besuch der Ministerin am 24.1. finden Sie hier (ab Minute 17:20).

Landrat Dr. Sommer begrüßte Frau Heinen-Esser sowie die geladenen Gäste und zeigte sich erfreut über das Interesse der Ministerin: „Wir freuen uns sehr darüber, dass die Strahlkraft unseres kooperativen Kreisprojektes bis nach Düsseldorf reicht!“ Im Kreis Steinfurt wird der 5-jährige Anbau von Wildpflanzen seit 2020 finanziell gefördert – angeregt und mitfinanziert durch das Projekt „Bunte Biomasse“ der Deutschen Wildtier Stiftung, der Veolia Stiftung und des Deutschen Jagdverbandes. Im Jahr 2020 förderte der Kreis das Projekt mit 60.000 €, im Jahr 2021 mit 80.000 €. Für die Anlage weiterer Flächen werden im Jahr 2022 insgesamt 100.000 € bereitgestellt. Die Organisation und Koordination übernimmt der Nachhaltige Westen e.V., unterstützt von Politik und Verwaltung sowie von der Naturstoff- und Dienstleistungszentrale Land & Forst – NLF-GmbH, der Landwirtschaftskammer und dem Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband des Kreises Steinfurt.

(Quelle: Nachhaltiger Westen e.V.)

 

 

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2022/01/Beitragsbild_BPetercord_IMG_3482.jpg 673 1024 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2022-01-25 12:01:172022-02-21 10:14:24NRW-Ministerin Heinen-Esser besucht Vorzeigeprojekt des Nachhaltigen Westen e.V.
Wildpflanzenkulturen als Agrarumwelt- und Klimamaßnahme (GAP)

Auch NRW plant Förderrichtlinie „Energie aus Wildpflanzen“

15. November 2021/in Allgemein/von Andreas Kinser

(Düsseldorf/ Neue Westfälische vom 4.11.) Nach dem Willen der regierenden Landtagsfraktionen in NRW, den Fraktionen von CDU und FDP, sollen zukünftig mehrjährige Kulturen aus Wildpflanzenmischungen zur Biomasseproduktion im Land gefördert werden. „Energie aus Biomasse hat einen wichtigen und festen Platz im Energiemix der Zukunft, insbesondere, weil die Energie jederzeit verfügbar ist“, sagt der umweltpolitische Sprecher der FDP, Markus Diekhoff. Allerdings führe sie derzeit auch zur Ausbreitung von Monokulturen, so Diekhoff. Deshalb wollen FDP und CDU den Anbau von Wildpflanzen zur Energiegewinnung fördern.

Direkt zum Antrag der Fraktionen der CDU und der FDP kommen Sie hier.

Die Pflanzen haben laut der Fraktionen den Vorteil, dass sie ganzjährig Nahrung und Unterschlupf für Wild und Singvögel bilden. Außerdem müsse der Boden ab dem zweiten Jahr nicht mehr mechanisch bearbeitet werden, wodurch Bodenbrüter und Jungtiere geschützt würden – anders als beim Mais. „Das ist eine innovative und nachhaltige Lösung, um Artenvielfalt und erneuerbare Energie zusammenzufügen“, spricht die CDU-Abgeordnete Patricia Peill von einer „Win-Win-Situation“. Wildpflanzen seien „Joker der nachhaltigen Bioenergie“. Um wirtschaftliche Nachteile beim Anbau von Energie aus Wildpflanzen statt Mais auszugleichen, machen sich CDU und FDP deshalb dafür stark, dass die geringeren Erträge durch eine Prämie ausgeglichen werden, damit mehr Landwirte in die Erzeugung nachhaltiger Energie einsteigen. So soll der Aufbau von Wildblumenmischungen auf insgesamt 1.000 Hektar mit je 300 bis 500 Euro pro Hektar gefördert werden. Im Juni 2021 hatte Niedersachsen als erstes Bundesland überhaupt eine Förderrichtlinie „Energie aus Wildpflanzen“ auf den Weg gebracht.

Zum Original-Artikel in der „Neue Westfälische“ gelangen Sie hier:   

 

 

 

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2020/10/IMG_5554-e1602157975672.jpg 627 949 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2021-11-15 15:44:312021-11-15 15:51:55Auch NRW plant Förderrichtlinie „Energie aus Wildpflanzen“
Aktionswoche Artenvielfalt - Wildpflanzen als Biogassubstrat schützen Bienen und Bauern

Jetzt 500 €/ha für Anbau mehrjähriger Wildpflanzen in Niedersachsen sichern

13. Oktober 2021/in Allgemein/von Andreas Kinser

Viele landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen haben bereits in diesem Jahr mehrjährige Wildpflanzen angebaut und dabei von der neuen Förderrichtlinie des Landes Niedersachsen profitiert, informiert das 3N Kompetenzzentrum – Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie e.V..

Die diesjährigen Sommeransaaten würden sich zurzeit erfolgreich auf den Flächen etablieren: Die schnellwüchsigen Kulturpflanzen wie Buchweizen, Phacelia und Sonnenblume bieten bereits ab dem Spätsommer ein gutes Nahrungsangebot für Bienen und Insekten sowie Deckung für zahlreiche Wildtiere. Einzelne Bestandteile der Mischung erzielen bereits im ersten Jahr eine schnelle Bodenbedeckung und gleichzeitig eine Beikrautunterdrückung, die sich günstig auf die Bestandsentwicklung auswirkt, vermeldet 3N weiter.

Für das kommende Anbaujahr 2022 muss der Antrag auf die Gewährung der Zuwendung von jährlich 500 €/ha für den 3-jährigen Verpflichtungszeitraum bis zum 30.11.2021 bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gestellt werden.

Die Wildpflanzen stellen eine neue Kultur zur Fruchtfolgeerweiterung dar und vereinen viele Vorteile, so die Experten: Die Humusbilanz verbessert sich und Nitratausträge in das Grundwasser werden verhindert. Zusätzlich beugt die ganzjährige Begrünung Bodenerosion vor und verbessert die Biodiversität in der Agrarkulturlandschaft.

Die Grundlage für die Förderung legten zwei Forschungsprojekte der Landesjägerschaft Niedersachsen und des 3N Kompetenzzentrums, die mit Mitteln des Landes Niedersachsen finanziert wurden. „Machen auch Sie mit! Vereinen Sie Artenvielfalt, Grundwasserschutz und Bodenqualität mit einer nachhaltigen Biomasseproduktion in der Fläche. Weitere Informationen zur Förderrichtlinie und zum Anbau der mehrjährigen Wildpflanzen finden Sie unter www.wildpflanzen-niedersachsen.de“, werben die Initiatoren.

https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2016/08/Beitragsbild-Saaten-Zeller-Walter-Bleeker.jpg 2463 3740 Andreas Kinser https://www.energie-aus-wildpflanzen.de/wp-content/uploads/2014/02/Kontakt1.png Andreas Kinser2021-10-13 11:12:372021-10-13 11:12:37Jetzt 500 €/ha für Anbau mehrjähriger Wildpflanzen in Niedersachsen sichern
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Aktuelles

  • Projekt Bunte Biomasse mit neuen Konditionen verlängert17. Oktober 2023 - 15:48
  • M.Bischoff
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    Neue Infobroschüre: Veitshöchheimer Hanfmix – Produktionsintegrierter Arten-, Boden- und Klimaschutz26. Juli 2023 - 13:40
  • Sabine Paltrinieri
    Neue Studie: Beschreibung des botanischen Erscheinungsbildes von Wildpflanzenmischungen als Grundlage zur Beurteilung ökologischer Potentiale25. April 2023 - 12:59

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